Gregg Araki über Sex und Film

Der US-amerikanische Filmregisseur und Drehbuchautor Gregg Araki ist bekannt für seine anarchistische und queere Filmästhetik. Seine Filme sind oft eine Mischung aus Komödie, Drama und Experimentalfilm. Arakis neuer Film I Want Your Sex ist eine deliriously fun und oft humorvolle Studie über Begierde, Macht und Kunst.

Der Film handelt von Elliot, einem 23-jährigen College-Absolventen, der unter der Führung der brashen und sexuell carnivoren Künstlerin Erika eine Reihe von sexuellen Epiphanien erlebt. Araki selbst beschreibt den Film als eine „sehr queere Geschichte“, die sich mit Kink und alternativer Sexualität auseinandersetzt.

Die Bedeutung von sexueller Befreiung

Araki ist überzeugt, dass sexuelle Befreiung eine wichtige Rolle in unserer Gesellschaft spielt. Er glaubt, dass die Unterdrückung von Sexualität zu vielen Problemen in unserer Welt führt. „All der schlechte Scheiß in der Welt ist wegen sexueller Unterdrückung“, sagt er. Araki möchte mit seinem Film ein bisschen queere Freude und Positivität in die Welt bringen.

Der Film wurde ursprünglich als eine Art „comic 50 Shades of Grey“ konzipiert, mit einer weiblichen Internistin, die von ihrem männlichen Chef verführt wird. Als jedoch die Finanzierung des Projekts scheiterte, wurde der Film auf Eis gelegt. Als Araki das Drehbuch später noch einmal las, fühlte er sich unwohl mit der Darstellung von Frauen, die von Männern dominiert werden. Er entschied sich daher, die Sex-Rollen zu vertauschen und einen männlichen Sub und eine weibliche Dom zu schaffen.

Die Queer-Kultur und ihre Bedeutung

Arakis Film ist nicht nur eine Komödie über sexuelle Befreiung, sondern auch eine Hommage an die Queer-Kultur. Der Film zeigt eine Vielzahl von queeren Charakteren, darunter den Charakter Zap, der von Mason Gooding gespielt wird. Araki selbst hat eine Vorliebe für diesen Charakter, den er als seinen „snarky Sensibilität“ beschreibt.

Der Film wird in den USA auf 700 Leinwänden gezeigt, was für einen Independent-Film ein beeindruckendes Ergebnis ist. Araki hofft, dass sein Film ein bisschen queere Freude und Positivität in die Welt bringt und dass er Menschen inspiriert, ihre sexuellen Begierden zu explorieren und zu akzeptieren.