Ein Genre in der Krise
Die Stoner-Komödie, einst ein beliebtes Genre, das Filme wie Superbad und Half Baked hervorbrachte, scheint in einer Krise zu stecken. Es ist bereits zwei Jahrzehnte her, seit Superbad das Publikum begeisterte, und seitdem hat sich das Genre nicht mehr von seinem Niedergang erholt. Die meisten Stoner-Komödien werden heute direkt auf Streaming-Plattformen veröffentlicht, wo sie ein Nischenpublikum ansprechen, anstatt in den Kinos zu laufen.
Ein Beispiel für diesen Trend ist der Film Pizza Movie, der kürzlich auf Hulu veröffentlicht wurde und trotz seines R-Ratings und seiner expliziten Inhalte ein großes Publikum fand. Dies deutet darauf hin, dass das Publikum Stoner-Komödien lieber im eigenen Wohnzimmer ansieht, wo es sich in seinem eigenen Tempo und mit seinen eigenen Vorlieben entspannen kann.
The Wrong Girls
The Wrong Girls, der neueste Versuch, das Genre wiederzubeleben, folgt den Abenteuern von zwei Freundinnen, Molly und Frankie, die in einem PeeWee's-Playhouse-ähnlichen Raum leben, der mit Macramé-Dekorationen, einer lebensgroßen Céline-Dion-Pappfigur und mehreren Katzentürmen ausgestattet ist. Die beiden Frauen sind ständig high und entwickeln eine Art magisches Denken, das sie dazu bringt, sich als Meerjungfrauen zu sehen und mit freundlichen Meereskreaturen zu kommunizieren.
Als Frankie bei einem Punk-Konzert mit ihrer Doppelgängerin verwechselt wird, erhält sie einen Koffer voller experimenteller Drogen, die ihr und Molly telekinetische Kräfte verleihen. Dies führt zu einer Reihe chaotischer und intermittierend humorvoller Ereignisse, als die beiden Frauen von Bösewichten verfolgt werden, die ihren Besitz zurückhaben wollen.
Eine enttäuschende Umsetzung
Es ist offensichtlich, dass die Regisseurin Dylan Meyer, die auch Stewarts Ehefrau ist, das Genre der Stoner-Komödie studiert hat. The Wrong Girls enthält alle typischen Elemente des Genres, von den faulen Mitbewohnern bis hin zum novelty-Bong-Setup. Allerdings scheint Meyer nicht die besten Lektionen aus diesen Filmen gelernt zu haben. The Wrong Girls hat einfach zu wenige Lacher und eine überraschende Menge an nicht besonders originellen Szenen.
Die Schauspielleistungen von Stewart und Shawkat sind zunächst unterhaltsam, aber der Film verliert schnell an Schwung und wird zu einer Reihe von albernen Szenen, die nicht besonders lustig sind. Die Handlung ist dünn und die Charaktere sind nicht besonders gut entwickelt. Es ist, als ob Meyer versucht hat, eine Stoner-Komödie zu machen, ohne wirklich zu verstehen, was das Genre ausmacht.